Fertighäuser aus den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren sind solide und beliebt – doch in vielen steckt bauzeittypische Technik, die aus heutiger Sicht Schadstoffe enthalten kann. Wer ein solches Haus kaufen, sanieren oder bei Gerüchen und Beschwerden Klarheit gewinnen möchte, sollte die Innenraumluft und die verbauten Materialien fachkundig prüfen lassen. Als immobix – Sachverständigenbüro GmbH untersuchen wir ältere Fertighäuser neutral in Hannover, der Region Hannover, in Niedersachsen, Bremen und Hamburg.
Warum gerade ältere Fertighäuser?
Fertighäuser dieser Jahrzehnte wurden überwiegend in Holzständerbauweise mit Holzwerkstoffplatten errichtet. Damals waren Materialien und Verfahren üblich, die heute als kritisch gelten – etwa formaldehydhaltige Spanplatten, chemische Holzschutzmittel oder asbesthaltige Bauteile. Die Stoffe können über Jahrzehnte langsam ausgasen und sich bei Wärme und Feuchte stärker bemerkbar machen. Deshalb lohnt sich eine Untersuchung besonders vor dem Kauf und vor einer Sanierung.
Typische Schadstoffe in Fertighäusern dieser Baujahre
- Formaldehyd aus Spanplatten und Holzwerkstoffen. Es reizt Augen und Atemwege und kann einen stechenden Geruch verursachen.
- Holzschutzmittel wie PCP (Pentachlorphenol) und Lindan in behandelten Hölzern und Innenverkleidungen. Sie sind sehr langlebig und können über lange Zeit ausgasen.
- Chloranisole und Chlornaphthaline aus bestimmten Holzschutz- und Klebstoffen. Chloranisole entstehen, wenn Mikroorganismen die Chlorphenole älterer Holzschutzmittel umwandeln – sie gelten als Hauptursache des typischen, muffig-schimmelähnlichen „Fertighaus-Geruchs“ (mehr dazu auf unserer Seite zur Geruchsbelastung).
- PCB aus dauerelastischen Fugendichtstoffen, die in dieser Zeit verbaut wurden.
- Künstliche Mineralfasern (alte Mineralwolle) in Dämmungen. Vor 2000 hergestellte Fasern können lungengängig und kritisch sein.
- Asbest kann in Fassaden- und Dachplatten aus Asbestzement, in alten Bodenbelägen und deren Klebern sowie in Nachtspeicheröfen enthalten sein.
- Flüchtige organische Verbindungen (VOC) aus Farben, Klebern und Materialien insgesamt.
Ob und in welcher Menge ein Stoff tatsächlich vorhanden ist, lässt sich nur durch eine gezielte Untersuchung feststellen – nicht am Baujahr allein. Mehr zu unseren Analysen lesen Sie auf der Seite zu Innenraumschadstoffen.
Welche Gerüche auf Schadstoffe hindeuten können
Auffällig sind vor allem ein chemisch-stechender, ein muffiger oder ein mottenkugelartiger Geruch, der sich bei Wärme oder hoher Luftfeuchte verstärkt und in geschlossenen Räumen deutlicher wird. Solche Gerüche sind ein Hinweis, aber kein Beweis – sie sollten Anlass für eine Messung sein, nicht für vorschnelle Rückschlüsse. Umgekehrt kann eine Belastung auch ohne deutlichen Geruch vorliegen.
Schimmel in Fertighäusern
Die Holzständerbauweise reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit. Dringt über undichte Stellen, Wärmebrücken oder einen Wasserschaden Feuchte in den Wandaufbau, kann verdeckter Schimmel entstehen, der von außen zunächst nicht sichtbar ist. Über eine Raumluftmessung lässt sich eine Belastung mit Schimmelsporen objektiv nachweisen und einordnen.
Unser Vorgehen: Raumluftmessung und Schadstoffuntersuchung
Wir klären zunächst im Gespräch, welche Fragen im Vordergrund stehen – Geruch, gesundheitliche Beschwerden, Kauf oder Sanierung. Darauf abgestimmt untersuchen wir das Gebäude und nehmen die passenden Proben: Raumluftmessungen auf VOC und Formaldehyd, Materialproben auf Asbest oder künstliche Mineralfasern sowie Hausstaub- oder Materialproben auf Holzschutzmittel wie PCP und Lindan. Die Auswertung erfolgt nach anerkannten Regelwerken (DIN-ISO-16000-Reihe, AGÖF-Orientierungswerte) in spezialisierten Fachlaboren, die wir je nach Fragestellung gezielt auswählen.
Wichtiger Sicherheitshinweis: Asbesthaltige Bauteile und alte Mineralfasern dürfen nicht eigenmächtig bearbeitet oder entfernt werden – dabei können gefährliche Fasern freigesetzt werden. Solche Arbeiten gehören in die Hände qualifizierter Fachfirmen. Wir stellen fest, ob und wo eine Belastung vorliegt, und liefern Ihnen eine neutrale Grundlage für die nächsten Schritte – ergänzend passt dazu unsere baubiologische Untersuchung.
Klarheit vor Kauf und Sanierung – in Hannover, Niedersachsen, Bremen und Hamburg
Sie besitzen ein älteres Fertighaus, möchten eines kaufen oder haben einen auffälligen Geruch bemerkt? Schildern Sie uns kurz Ihr Anliegen unter 05130 9740286 oder per E-Mail an office@immobix.de – wir vereinbaren bei Bedarf einen Ortstermin und untersuchen die Innenraumluft und die Materialien fachkundig. immobix – Sachverständigenbüro GmbH: Schäden vermeiden. Werte erhalten.
Termin & Kontakt
Sie haben eine Frage oder einen konkreten Verdacht? Rufen Sie das Sachverständigenbüro immobix unter 05130 9740286 an oder senden Sie uns über die Kontaktseite eine Nachricht. Wir melden uns zeitnah und vereinbaren bei Bedarf einen Ortstermin in Hannover, der Region Hannover, in Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Weitere verständliche Beiträge rund um Schäden an Immobilien finden Sie in unserem Ratgeber.
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Häufige Fragen
Welche Schadstoffe kommen in alten Fertighäusern vor?
Typisch sind Formaldehyd aus Holzwerkstoffen, Holzschutzmittel wie PCP und Lindan, Chlornaphthaline, PCB aus Fugendichtstoffen, künstliche Mineralfasern in Dämmungen sowie Asbest in bestimmten Bauteilen. Ob ein Stoff tatsächlich vorhanden ist, zeigt nur eine gezielte Untersuchung.
Woran erkenne ich den typischen „Fertighaus-Geruch“?
Häufig ist es ein chemisch-stechender, muffiger oder mottenkugelartiger Geruch, der sich bei Wärme und Feuchte verstärkt. Der Geruch ist ein Hinweis, aber kein Beweis – und eine Belastung kann auch ohne auffälligen Geruch bestehen. Klarheit bringt eine Messung.
Ist in Fertighäusern dieser Zeit Asbest verbaut?
Asbest kann enthalten sein, zum Beispiel in Fassaden- und Dachplatten aus Asbestzement, in alten Bodenbelägen und Klebern oder in Nachtspeicheröfen. Sicherheit gibt nur eine Materialuntersuchung. Verdächtige Bauteile sollten Sie nicht selbst bearbeiten.
Sollte ich vor dem Kauf eines alten Fertighauses messen lassen?
Das ist sehr sinnvoll. Eine Untersuchung von Raumluft und Materialien deckt mögliche Belastungen auf, bevor Sie den Vertrag unterschreiben – so lässt sich der Zustand realistisch einschätzen und beim Preis oder bei einer späteren Sanierung berücksichtigen.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Nach einem kurzen Vorgespräch nehmen wir gezielt Proben – Raumluft auf VOC und Formaldehyd, Materialproben auf Asbest oder Mineralfasern, Hausstaub- oder Materialproben auf Holzschutzmittel. Die Auswertung erfolgt in spezialisierten Fachlaboren, das Ergebnis dokumentieren wir nachvollziehbar mit Handlungsempfehlung.