Sachverständigenbüro für Schäden an Immobilien · 05130 9740286 · office@immobix.de
immobix – Sachverständigenbüro GmbH

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Holzschutzmittel im Altbau: PCP, Lindan und DDT

In vielen Altbauten wurde tragendes und sichtbares Holz früher mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt. Wirkstoffe wie Pentachlorphenol (PCP), Lindan und in einzelnen Fällen DDT halten sich über Jahrzehnte im Holz und können nach und nach an die Raumluft und den Hausstaub abgegeben werden. Dieser Ratgeber der immobix – Sachverständigenbüro GmbH erklärt faktenbasiert, wo diese Stoffe vorkommen, woran Sie Verdacht schöpfen und wie sich die Belastung messen lässt.

Welche Wirkstoffe früher eingesetzt wurden

Bis in die 1980er-Jahre enthielten viele Holzschutzmittel Pentachlorphenol gegen Pilze und Lindan gegen Insekten, häufig in Kombination. In Teilen Deutschlands, vor allem im Osten, kamen zudem DDT-haltige Mittel zum Einsatz. Pentachlorphenol ist in Deutschland seit 1989 verboten. Verkauft wurden solche Produkte oft unter bekannten Handelsnamen für den Innen- und Dachausbau. Behandelt wurden vor allem Dachstühle, Deckenbalken, Wand- und Deckenverkleidungen aus Holz sowie Fachwerk.

Warum die Stoffe gesundheitlich bedeutsam sind

Die Wirkstoffe sind langlebig und verbleiben lange im behandelten Holz. Von dort gelangen sie über Ausgasung und über den Hausstaub in Innenräume, wo Menschen sie einatmen oder aufnehmen können. Pentachlorphenol und Lindan gelten als gesundheitlich bedenklich. Besonders relevant ist die Belastung in ausgebauten Dachgeschossen mit viel sichtbarem, behandeltem Holz, die als Wohnraum genutzt werden.

Woran Sie Verdacht schöpfen

Hinweise sind ein Dachausbau oder eine Holzbehandlung aus der Zeit zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren, sichtbar behandelte oder lasierte Hölzer sowie ein anhaltender, leicht chemischer Geruch. Auch unspezifische Beschwerden von Bewohnern nach dem Bezug eines alten Dachgeschosses können Anlass für eine Untersuchung sein. Sicher ist ein solcher Verdacht mit bloßem Auge jedoch nicht zu klären.

Wie sich die Belastung messen lässt

Für eine belastbare Aussage untersuchen wir das Holz und die Innenräume gezielt. Möglich sind eine Materialprobe des Holzes, eine Hausstaubprobe und bei Bedarf eine Raumluftmessung. Die Ergebnisse ordnen wir anhand anerkannter Innenraum-Richtwerte ein. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, ob Quellen entfernt, gekapselt oder anderweitig behandelt werden sollten und welche Sofortmaßnahmen sinnvoll sind.

Unsere Einordnung stützt sich auf öffentlich anerkannte Grundlagen, unter anderem Informationen des Umweltbundesamtes (UBA) und der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) sowie einschlägige Innenraum-Richtwerte. Weitere typische Altbaustoffe behandeln wir in den Beiträgen zu Asbest und zu PAK im Teerkleber. Auch flüchtige organische Verbindungen und Formaldehyd können eine Rolle spielen, mehr dazu unter Formaldehyd in der Wohnung.

Verdacht auf alte Holzschutzmittel? Wir messen nach

Sie wohnen in einem alten Dachgeschoss oder planen dessen Ausbau und möchten Klarheit über mögliche Holzschutzmittel? Rufen Sie uns unter 05130 9740286 an oder schreiben Sie an office@immobix.de. Wir untersuchen Holz, Staub und Raumluft gezielt und ordnen die Ergebnisse für Sie ein. Wir sind vor Ort in Hannover, der Region Hannover, in Niedersachsen sowie in Bremen und Hamburg. Mehr auf unserer Seite zu Innenraumschadstoffen.

Termin & Kontakt

Sie haben eine Frage oder einen konkreten Verdacht? Rufen Sie das Sachverständigenbüro immobix unter 05130 9740286 an oder senden Sie uns über die Kontaktseite eine Nachricht. Wir melden uns zeitnah und vereinbaren bei Bedarf einen Ortstermin in Hannover, der Region Hannover, in Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Weitere verständliche Beiträge rund um Schäden an Immobilien finden Sie in unserem Ratgeber.

Anfrage senden Anrufen: 05130 9740286

Häufige Fragen

In welchen Häusern sind alte Holzschutzmittel ein Thema?

Vor allem in Gebäuden mit Holzausbau aus der Zeit zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren. Betroffen sind häufig ausgebaute Dachgeschosse, Deckenbalken sowie Wand- und Deckenverkleidungen aus behandeltem Holz.

Welche Wirkstoffe stecken in alten Holzschutzmitteln?

Häufig sind Pentachlorphenol gegen Pilze und Lindan gegen Insekten, oft in Kombination. In Teilen Deutschlands kam zusätzlich DDT vor. Pentachlorphenol ist in Deutschland seit 1989 verboten.

Wie wird die Belastung festgestellt?

Über gezielte Proben. Möglich sind eine Materialprobe des Holzes, eine Hausstaubprobe und bei Bedarf eine Raumluftmessung. Die Ergebnisse ordnen wir anhand anerkannter Innenraum-Richtwerte ein.

Muss behandeltes Holz immer entfernt werden?

Nicht zwingend. Je nach Befund kommen unterschiedliche Wege in Frage, etwa das Entfernen oder Kapseln von Quellen. Wir bewerten den Einzelfall und empfehlen sinnvolle Maßnahmen.

Kann alter Holzschutz Beschwerden auslösen?

Alte Holzschutzmittel gelten als gesundheitlich bedenklich. Ob konkrete Beschwerden damit zusammenhängen, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Eine Messung schafft die nötige Grundlage, gesundheitliche Fragen gehören zusätzlich in ärztliche Hände.

Sie vermuten einen Schaden an Ihrer Immobilie?

Schildern Sie uns kurz Ihr Anliegen – wir ordnen es fachlich ein und schlagen das passende Vorgehen vor.

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